19.02.2015 Bürgerbefragung beeendet
Am Mittwoch Abend endete die Bürgerbefragung „Solingen redet mit“.
- 24. Februar BV Gräfrath
- 9. März BV Ohligs
- 12. März BV Mitte
- 23. MärzASUKM
- 26. März Stadtrat
Bereichterstattung in der Morgenpost
Am Mittwoch Abend endete die Bürgerbefragung „Solingen redet mit“.
Bereichterstattung in der Morgenpost
Die Fahrt wurde von der Wirtschaftsförderung organisiert. Teilnehmer waren rund 30 Teilnehmer der Wirtschaftsjunioren, die von Herrn Balkenhol, Herrn Gabriel und von Seiten der Bürgerinitiative von den Herren Hill und Dr. Nieder begleitet wurden.
Es wurde auf sachliche Art und Weise die Standpunkte dargestellt und die potenziellen Flächen besucht, so dass die Topografie erlebbar und Verkehrsituation erlebbar wurden.
Weitere Berichte:
Die Solinger Morgenpost hat ein erstes Zwischenfazit gezogen:
Zitat:
„Die mit Abstand meisten Kommentare (146) gaben die Bürger bislang zu These 1 ab: „Die Stadt Solingen will auch künftig Standort für wirtschaftliche Entwicklung sein“. Die allgemein gehaltene Aussage lädt offenbar dazu ein, verstärkt die eigene Sichtweise zum Thema „attraktiver Wirtschaftsstandort“ zu äußern. Viele Kommentare betonen, dass nicht allein Gewerbeflächen für die wirtschaftliche Entwicklung eine Rolle spielen würden. Von größerer Bedeutung seien die Gewerbesteuer und die Verkehrsanbindung, um im Wettbewerb mit den Nachbarstädten konkurrieren zu können. Hier liege eher das Problem und nicht in einem Mangel an Gewerbeflächen. Es gelte, erst einmal die bestehenden Flächen zu nutzen. Zu dieser These fanden sich auch zahlreiche Kommentare, die auf die vermeintliche Banalität der Aussage abzielten. Diese Zielsetzung sei so doch selbstverständlich, wer könne dies ablehnen?
Am zweithäufigsten kommentiert wurde bislang These 3: „Die Stadt Solingen wird, wo immer dieses möglich ist, die gewerbliche Nachnutzung von leerstehenden Gewerbeflächen (Brachen) bevorzugen, um den Freiraum zu schützen“. Zahlreiche Kommentare begrüßen zwar die Absicht der Stadt und stimmen diesem Ansinnen grundsätzlich zu. Jedoch kritisieren viele Nutzer, dass die Realität eine andere sei. Viel zu oft würden Brachflächen nicht als Gewerbeflächen verwendet, sondern dort Discounter angesiedelt. Weitaus weniger Kommentare gibt es bislang zu den vorgeschlagenen sechs Flächen. Zuspruch erhält aufgrund seiner Lage und Verkehrsanbindung das Gewerbegebiet Schrodtberg und das Rasspe-Gelände. Keusenhof sehen die Kommentatoren aufgrund der Erschließungskosten und der topografischen Lage als ungeeignet an. Fürkeltrath II verfüge zwar über eine gute Autobahnanbindung, da auf einem Teil der Fläche aber Bio-Landwirtschaft betrieben wird, lehnen die Nutzer hier eine Gewerbefläche eher ab.“
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.
Rund 100 Interessierte haben die Info-Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Bürgerbefragung zu Gewerbegebieten besucht.
Es wurden ein aktueller Bericht zum Stand gegeben:
Das Ergebnis schließt eine Bebaung von Piepersberg West, Fürkeltrath II und Keusenhof nicht aus, weil die Gutachter nur geringfügige Verschlechterungen des IST-Zustandes sehen. Aber es gibt welche … eine Bebauung ist nicht ohne Folgen.
Da die Befragung nicht nur einzelne Gebiete betrifft, bekommt die Diskussion einen eher allgemeinen Charakter und sie wird zur Abstimmung über die grundsätzliche Wirtschaftspolitik. Viele Besucher stellen den Auftrag der Wirtschaftsförderung als privatwirtschaftliche gewinnorientierte Gesellschaft in Frage, denn dadurch wird die Wirtschaftsförderung nahezu gezwungen, neue Flächen zu bekommen, damit sie diese bestmöglich verkaufen kann.
Bis Ende März können alle Bürger beim Regionalrat in Düsseldorf den ausgelegten neuen Regionalplan einsehen und ihre Widersprüche und Bemerkungen abgeben.
Die Bürgerinitiative wird dazu hier (folgt demnächst) weiter informieren und einen Musterbrief zur Verfügung stellen.
Lesen Sie auch die Berichte im Solinger Boten, Solinger Morgenpost und bei Solingen-gehört-uns.