Wälder schützen! Rodungen verhindern! Osterholz bleibt! – NRW-weite Demo

Die Firma Oetelshofen will den Osterholzer Wald in Wuppertal und Haan roden lassen, um dort Platz für den Abraum ihrer Kalkwerke zu schaffen. Es werden immer größere Löcher gegraben und neue Abraumhalden aufgeschüttet, wozu gesunder Wald gerodet werden soll. Doch in Zeiten der sich verschärfenden Klimakrise ist das Abholzen eines gesunden Waldes nicht mehr zeitgemäß und nicht nur für das Bündnis „Osterholz bleibt!“ steht fest: Der Osterholzer Wald muss um jeden Preis erhalten werden!  

Der Wald ist nun schon seit über zwei Jahren besetzt. Mit Beginn der diesjährigen Rodungssaison am 1. Oktober könnte der Kampf um den Wald in die entscheidende Phase eintreten. Der Firma Oetelshofen liegen alle für die Rodung benötigten Genehmigungen vor. Eine mögliche Räumung der Waldbesetzung und der Beginn der Rodung, Tag X, könnten also schon bald bevorstehen. Es laufen zwar mehrere Klagen und Gespräche am Runden Tisch über mögliche Alternativen zur Rodung, letztendlich hängt der Erhalt des Waldes aber nur noch am guten Willen der Firma Oetelshofen oder dem Gewinnen einer der Klagen. Und darauf sollten wir auf keinen Fall setzen, das hat die Vergangenheit gezeigt. 

Als Protestaktion findet am Samstag 09. Oktober vor dem Wupertaler Hauptbahnhof ab 14:00 Uhr eine Demo mit Benefiz-Konzert statt.

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Osterholz bleibt ! oder ?

Kalk oder Wald? Laut Aussage der Betreiber der Kalkwerke in Wuppertal-Vohwinkel an der Grenze zu Haan geht nur eins. Um den weiteren Abbau von Kalk zu ermöglichen, soll der Wald abgeholzt werden, um Platz für eine Abraumhalde zu schaffen. Andere sehen Alternativlösungen.

Durch die breiten Proteste, u.a. auch durch Waldbesetzung, gegen die Abholzung des wertvollen Baumbestandes im letzten Winter, ist die Idee entstanden, jetzt im Sommer gemeinsam (Betreiber, Politik, Anwohner, Protestler) nach Alternativlösungen zu suchen. Dazu gibt es mehrere Ansätze, die allerdings wahrscheinlich nicht einfach, weil technisch kompliziert, zu bearbeiten und zu bewerten sind.
Unsere Idee wäre zum Beispiel, im Sinne einer Kreislaufwirtschaft die alten erschöpften Löcher wieder mit dem Abraum des neuen Lochs zu verfüllen, statt immer neue Halden aufzuschütten. Ist irgendwie logisch, aber vielleicht zu naheliegend und einfach, um eine Lösung zu sein.

Leider hat dann allerdings die Genehmigungsbehörde dem Antrag auf Waldrodung zum Zwecke einer Abraumhalde (und anderen Details) zugestimmt und jetzt ist fraglich, ob es noch zu einer Alternativlösungssuche zur Sicherung des für die Wirtschaft notwendigen Kalkabbaus bei gleichzeitigem Erhalt des für den Menschen (Klima, Flora, Fauna) notwendigen Waldes kommt.

Die Proteste gegen eine Abholzung des Osterholz gehen wieder los. Wer sich beteiligen will, findet hier https://osterholzbleibt.org/ die weitere Infos und Termine.